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Geschichten aus dem Motorradsattel

Top 16 – Tag 9: Berg ohne Gipfel

Sachsen-Anhalt – Th├╝ringen

8

blau: geplant (307 km, 04:47 h)
rot: gefahren (353 km, 06:04 h)

Auch wenn ich wieder fr├╝h rauskomme, ist es morgen dennoch schon br├╝tende hei├č. Dank 25┬░C, praller Sonne und blauem Himmel ist schon das Packen und Beladen des Motorrads schwei├čtreibend.

Um 09:30 breche ich Richtung Norden auf. Eigentlich geht es heute nach Th├╝ringen in den S├╝den, doch ein Kollege hatte sich gestern beschwert, dass ich ihn nicht besuche, wenn ich schon im Harz bin.

Nach einer halben Stunde komme ich bei ihm an. Bei einem Kaffee und Kakao plaudern wir ein bisschen ├╝ber die Arbeit. Bis ich ca um 11:00 weiter fahre, erstmal die halbe Stunde wieder genauso zur├╝ck.

Im Harz ist es noch Recht schattig und dadurch wieder auszuhalten. Danach kommen jedoch nur weiter Kornfelder, das auch noch in der Mittagssonne. Die Temperaturen steigen ├╝ber 30┬░C. Viele Bauern sind unterwegs ihr Korn reinholen.

Am Hainich vorbei f├╝hrt es mich in den Th├╝ringer Wald. Endlich wieder Schatten. Der gro├če Beerberg steht an. Er liegt hinter Oberhof bei Suhl.

Ich stelle das Moped an einem Waldweg ab, bin mir aber nicht sicher, ob das erlaubt ist, da hier ├╝berall Halteverbot ist. Nur durch die Hitze komme ich ins Schwitzen. Die 15 Minuten bis auf den Gipfel kann ich ganz gut laufen. Je weiter nach oben es geht, desto mehr verschwimmt der Weg mit dem Wald.

Ich m├╝sste eigentlich schon oben gewesen sein, doch sehe ich nichts als B├Ąume. Kein Kreuz, kein Stein, nur B├Ąume. Nach 30 Minuten Suche beschlie├če ich, dass das Selfie vom h├Âchsten Punkt, den ich sehe, reichen muss.

Der Weg nach unten f├╝hrt an einem Aussichtspunkt am Rennsteig vorbei. Die anderen Wanderer sagen, dass es oben auch nichts als eine bewaldete Kuppe g├Ąbe. Ich meine so etwas auch gelesen zu haben. H├Ątte ich mir nur bessere Notizen geschrieben. Immerhin finde ich noch ein Schild mit dem Namen des Berges drauf.

An meinem Parkplatz haben sich noch mehr Autos dazugestellt, scheint erlaubt zu sein. Weiter muss ich mich ein bisschen sputen. Nach Navi komme ich um 17:50 Uhr am Campingplatz, den ich gestern organisiert habe, an und die Rezeption macht um 18:00 Uhr zu.

Kurz vorm Ziel kommt mir die Gegend doch nicht ganz richtig vor. Tats├Ąchlich habe ich das Ziel der Grobplanung drinnen gelassen und nicht den Campingplatz nachgetragen. Nun bin ich 50 Km in die falsche Richtung gefahren und damit fast an der Wasserkuppe, dem Ziel f├╝r morgen.

Nach einem Anruf ist auch das gekl├Ąrt. Ich soll mich einfach hinstellen, wenn keiner mehr da ist. Nach weiteren 50 Minuten ist das korrekte Ziel in Sch├Ânsee erreicht.

Zelt aufbauen – Platz erkunden – Baden – Duschen – Essen – Schreiben, mittlerweile eine ge├╝bte Routine.

Campingplatz

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1 Kommentar

  1. Oli 18. August 2020

    Danke f├╝r den Besuch ? Noch ein Vorteil davon war, dass du deine Powerbank laden konntest ?

    Sch├Âne Berichte bis hier hin, macht Spa├č zu lesen!

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