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Geschichten aus dem Motorradsattel

Top 16 – Tag 3: Zu den 1000 Seen

Schleswig-Holstein – Mecklenburg Vorpommern

blau: geplant ( 298 km, 04:53 h)
rot: gefahren( 315 km, 05:01h)

Nach dem Aufstehen kann ich mir einen letzten Gang zum Strand nicht mehr verkneifen. Schließlich sehe ich heute das letzte Mal Meer auf der Tour. Es ist zwar erst 07:30 Uhr aber die Menschen kommen schon mit gepackten Korb an den Strand.

Heute steht ein Tag nur Fahren an, einen Berg gibt es heute nicht zu sehen. Es geht an die Mecklenburgische.

Der Ziel-Campingplatz hatte mir geraten zwischen 15:00 und 17:00 Uhr anzukommen. Wie geplant komme ich um 10:00 Uhr los. Vor mir liegen 300km und 5 Stunden reine Fahrzeit. Zwei Stunden habe ich also für Pausen.

Es ist ein glücklicher Zufall, das ich am Samstag von hier Abreise. In Richtung Meer sind die Straßen proppenvoll. Kurz vor Mölln mache ich die erste kleine Pause am Elbe-Lübeck-Kanal.

In Mölln möchte ich dann Einkaufen und Tanken. Doch zum Edeka stehe ich schon gefühlte Ewigkeiten im Stau. Da ein paar hundert Meter weiter ein Unfall passiert ist und die Polizei Schwierigkeiten hat den Verkehr zu Regeln.

Nach dem Tanken soll es weiter gehen, doch es kommt eine Baustelle und Vollsperrung nach der nächsten, sodass das Motorrad-Navi gar nicht mehr hinterherkommt. Als es 16:53 Uhr als Ankunftszeit anzeigt und ich auch keine Lust auf die Umleitungen mehr habe, beschließe ich auf der Autobahn ein bisschen abzukürzen. Sobald das Navi wieder 16:30 Uhr anzeigt, fahre ich runter.

Mit 32°C ist es zum Motorrad fahren eigentlich schon zu warm. Solange ich in Bewegung bin, ist es aushaltbar. Bei einer Pause muss die Jacke aber als erstes aus.

Die Route führt mich zwischen Kornfeldern auf kleinsten Straßen Richtung Campingplatz. Teilweise fahre ich 20 Minuten ohne jemand anderes zu sehen. Leider geht es viel geradeaus und die Straßenqualität ist auch nicht die beste, sodass der Fahrspaß etwas gehemmt wird.

Um mir noch mehr Stress mit der Campingplatz-Suche zu ersparen überlege ich mir beim Fahren zwei Nächte dort zu bleiben und den Berg von Mecklenburg als Tagestour zu fahren. Somit brauche ich erst Montag einen Platz, wo hoffentlich weniger Menschen unterwegs sind.

Pünktlich um 17:00 Uhr komme ich am Campingplatz am Gobenowsee an. Die Verlängerung ist gar kein Problem. Außerdem bucht mich die nette Dame an der Rezeption als Wasserwanderer, wodurch ich für beide Nächte und Duschen nur € 15 bezahlen muss.

Nachdem ich mein Zelt aufgebaut habe, merke ich, warum 17:00 Uhr so wichtig war. Standen bei meiner Ankunft nur eine Hand voll Zelte auf dem Platz, ist er nun komplett mit Wasserwanderer und Fahrradfahrern belegt.

Ich fahre noch schnell für morgen Tanken, danach darf ich endlich Baden gehen. Gekocht wird Tomaten-Paprika- Eintopf mit Reis nach Freestyle Rezept. Bis auf den Schnitt in den linken Daumen ist mir das auch ganz gut gelungen.

Morgen geht es dann zu Berg #4, dem Helpter Berg.

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5 Kommentare

  1. josch.bockler 6. August 2020 — Autor der Seiten

    Ich hab hier mal die geplante Tour verlinkt. Bitte gebt mal Feedback, ob ihr euch das anscheuen könnt. Dann trage ich das bei den anderen Tagen noch nach.
    Sobald ich wieder einen PC zur Verfügung habe, kann ich die geplante und gefahrene Tour besser einbinden. Dann gibt’s auch SSL und den anderen Kram. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass das doch schon so viele lesen.

    Grüße aus dem Harz,
    Josch

  2. Steffen 6. August 2020

    Ohne die App kriegt man nur eine kleine Vorschau, aber die Strecke ist erkennbar.

  3. Oli 7. August 2020

    Wir sind immer dabei 🙂
    Schöne Berichte bis hier hin, ich bin weiter gespannt!

  4. Susann 7. August 2020

    Stimme zu, liest sich locker weg. Bin gespannt, wie es weitergeht. Gute Fahrt!

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